Erstes Finanzierungspaket für Forschung und Entwicklung entlang der Wasserstoff-Transportkette gesichert 

BMBF fördert TransHyDE-Projekt Helgoland mit bis zu 12,48 Mio. Euro

-          Projektteam startet mit Forschungs- und Entwicklungsarbeiten 
-          Speicherung und Transport von Grünem Wasserstoff in organischen Trägerflüssigkeiten (LOHCs) im Fokus

 
Pressemitteilung AquaVentus/AquaPortus vom 14.10.2021

Ein Blick in die Zukunft: So könnte der Helgoländer Vorhafen aussehen, wenn Grüner Wasserstoff aus der Nordsee über die Häfen an die Verbraucher auf dem Festland transportiert wird. Bild: ©AquaVentus 

 

Die Zukunft beginnt jetzt: Mit bis zu 12,48 Mio. Euro Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gehen die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im TransHyDE-Projekt Helgoland in die aktive Phase. Gemeinsames Ziel der Projektpartner:innen: Der Aufbau einer Wasserstoff-Transportkette aus dem Offshore-Bereich bei Helgoland über die Häfen zu den Wasserstoffverbrauchern auf dem Festland. Dafür werden unter anderem Technologien für die Speicherung und den Transport von Grünem Wasserstoff in organischen Trägerflüssigkeiten, LOHCs – liquid organic hydrogen carriers, erforscht und entwickelt. Das Projekt gehört zu dem Wasserstoff-Leitprojekt TransHyDE des BMBF und ist Teil der breitaufgestellten AquaVentus-Initiative, in der unter dem Namen AquaPortus alle Wasserstoff-Aktivitäten rund um den Helgoländer Südhafen gebündelt sind.

 

Gemeinsamer Weg in eine klimaneutrale Zukunft

„Wir freuen uns über die Anerkennung und den Anschub für den Start in das Wasserstoffzeitalter mit unseren Projektpartnern in den Hamburger und Helgoländer Häfen. AquaPortus ist für unsere gesamte AquaVentus-Familie ein wichtiger Baustein, um auf dem Weg zur Klimaneutralität grüne Zukunftstechnologien in die Marktreife zu führen“, so Helgolands Bürgermeister und AquaVentus-Vorsitzender Jörg Singer.

 

„Wir sind begeistert, im TransHyDE-Projekt Helgoland alle Benefits unserer LOHC-Technologie weiter austesten zu können. So ermöglichen wir gemeinsam mit den Versorgungsbetrieben Helgoland auf und für Helgoland zusätzlich die Umstellung der Insel-Wärmeversorgung von Heizöl auf CO2-neutrale LOHC-Abwärme. Und über den Aufbau einer LOHC-Freisetzungsanlage im Hamburger Hafen gelingt nicht nur zeitnah die flexible, sichere, einfache und effiziente Grünwasserstoffversorgung im Umfeld, sondern wir schaffen schon jetzt den ersten Baustein für die großvolumige Import-Infrastruktur im Sinne der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung“, erklärt Rafael Schmidt, Head of Business Development von Hydrogenious LOHC Technologies.

 

Der Transport von Wasserstoff über den organischen Wasserstoffträger LOHC bringe viele Vorteile für die Logistik mit sich, betont Karin Debacher, Projektleiterin TransHyDE bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). „Die HHLA will mit dem TransHyDE-Projekt Helgoland die Anforderung an eine nachhaltige und wirtschaftliche LOHC-Transportkette entwickeln. Zudem möchten wir praktische Erfahrungen mit dem Transport und der Dehydrierung von Wasserstoff mittels LOHC sammeln“, so Debacher. 
 

Anlässlich der Fördermittelbekanntgabe im TransHyDE-Projekt weist für E.ON Thomas Birr, Chief Strategy & Innovation Officer, auf die Bedeutung von Grünem Wasserstoff gerade für den Mittelstand hin: „E.ON bietet insbesondere den vielen mittelständischen Unternehmen in Europa Lösungen zur Dekarbonisierung ihrer Wärme- und Kälteerzeugung sowie ihrer Produktionsprozesse an. Zukunftsweisende Projekte auf Basis Grünen Wasserstoffs werden hier zukünftig eine immer größere Rolle spielen.“ 

Setzt sich dafür ein, dass Helgoland klimaneutral wird: Bürgermeister und AquaVentus-Vorsitzender Jörg Singer. 
Bild: ©Bertold Fabricius

 

Alle Projektpartner:innen, darunter die Gemeinde Helgoland, die Versorgungsbetriebe Helgoland GmbH, E.ON, die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), Hydrogenious LOHC Technologies, die Tewis Projektmanagement GmbH sowie die GASCADE Gastransport GmbH, das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM und das AquaVentus-Koordinationsbüro freuen sich nun auf ihre gemeinsame Arbeit in dem innovativen Projekt. 

 

Nächste Schritte im Zeichen von Forschung und Entwicklung

Im Fokus von TransHyDE Helgoland steht die Frage, wie der auf See erzeugte Grüne Wasserstoff gespeichert und zu den Verbrauchern auf dem Festland transportiert werden kann. „Deswegen erarbeiten wir gemeinsam die Grundlagen für erste Pilot- und Insellösungen der LOHC-Verwendung, die wir dann im Demonstratormaßstab umsetzen“, erklärt Projektkoordinator Christoph Tewis. Verschiedene Anwendungsmöglichkeiten und Szenarien sollen in der Forschungs- und Entwicklungsphase beleuchtet, verglichen und bewertet werden. „Unser Ziel ist eine konkrete Umsetzungsplanung für die großskalige Implementierung der Wasserstoffumwandlung, -speicherung und -verwertung sowohl auf Helgoland als auch am Festland sowie die Untersuchung großvolumiger, überregionaler Transportketten auf Basis von LOHC“, so Tewis weiter. Darüber hinaus seien neben den Arbeiten auf Helgoland und dem Festland, umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen durch das Fraunhofer IFAM geplant, um Wasserstoff in Form von LOHC zu speichern und zu transportieren.

Über AquaVentus   

Die Projektfamilie rund um die AquaVentus Initiative umfasst zahlreiche Teilprojekte entlang der Wertschöpfungskette von der Herstellung von Wasserstoff in der Nordsee bis zum Transport zu Abnehmern auf dem Festland. Diese aufeinander abgestimmten Konsortien synchronisieren Bedarf und Erzeugung und ermöglichen so einen zügigen Markthochlauf. Zur AquaVentus Projektfamilie gehören zum Beispiel: Die Entwicklung von Offshore-Windenergieanlagen mit integrierter Wasserstofferzeugung (AquaPrimus), eines großskaligen Offshore-Wasserstoff-Parks (AquaSector), einer zentralen Abnahmepipeline (AquaDuctus), Hafeninfrastrukturen und Transportketten (AquaPortus), maritime wasserstoffbasierte Anwendungen (AquaNavis) sowie eine Forschungsplattform (AquaCampus). 

Alle Infos, unter anderem zu unseren Gründungsmitgliedern, unter http://www.aquaventus.org






Wiedereröffnung des Helgoländer Binnenhafens

 Gemeinde weiht das frisch ertüchtigte Herzstück der Insel nach fast 3 Jahren Bauzeit ein 

Pressemitteilung der Hafenprojektgesellschaft Helgoland mbH vom 11.08.2021

Blick in den Binnenhafen vom Südwestufer auf das Südostufer
Bild: ©Ralf Steinbock

 

Helgoland, 11.08.2021: Über ein erfolgreiches Ende und zugleich einen erfrischenden Neuanfang können sich die Helgoländer*innen aktuell gleichermaßen freuen: Nach 2 Jahren und 9 Monaten Bauzeit eröffnet die Gemeinde Helgoland den ertüchtigten und neu gestalteten Binnenhafen offiziell am 11.08.2021. Mit dem Südostufer konnte das letzte Teilprojekt des zentral gelegenen Hafenareals fertig gestellt werden. Bereits Anfang Juli wurde der Großteil der Kaje für die Öffentlichkeit freigegeben. Nach der Endabnahme am 30.07.2021 kann der gesamte Hafen nun wieder in vollem Umfang als barrierefreier Multifunktionshafen mit erweiterten Möglichkeiten genutzt werden. 

 

Feierliche Einweihung 

Das neue Südostufer war auch Schauplatz der Feierlichkeiten zur Einweihung des Binnenhafens. Bei bestem Wetter begrüßten Bürgermeister Jörg Singer, der Geschäftsführer der Hafenprojektgesellschaft Helgoland mbH, Peter Singer, und Mitglieder der Gemeindevertretung Vertreter*innen der Landespolitik (Wirtschaftsausschuss des Landtags Schleswig-Holstein) sowie die projektbeteiligten Firmen. Darunter Vertreter*innen der bauausführenden Arbeitsgemeinschaft (ARGE) von HCH Hagemann GmbH & Co. KG, Firma Plambeck ContraCon, WTM Engineers GmbH und Tewis Projektmanagement GmbH.

Bürgermeister Jörg Singer ist stolz darauf, den Bürger*innen der Gemeinde Helgoland ein Stück Heimat zurückgeben zu können: „Seit dem Ende der 1990er Jahre war das Südostufer aus Sicherheitsgründen gesperrt. Jetzt kann der Binnenhafen wieder in vollem Umfang als diskriminierungsfreier Multifunktionshafen genutzt werden – zum Spazieren und Verweilen, zum Betanken und als Liegeplatz sowie als Heimathafen der Börteboote. Wir danken den Förderern des Bundes und des Landes Schleswig-Holstein sowie allen Beteiligten, die das Projekt Binnenhafen zum erfolgreichen Abschluss gebracht haben. Nicht zuletzt danken wir der Helgoländer Bevölkerung für ihre Geduld.“
 

Auch Peter Singer findet dankende Worte für alle aktiv Beteiligten und diejenigen, die das Projekt durch ihre Geduld mitgetragen haben. Einen besonderen Dank sendet er: „(…) an die Mitarbeiter*innen der ausführenden Firmen. Das Bauen auf einer Hochseeinsel als solches ist schon eine Herausforderung, aber einen Hafen unter den Bedingungen einer Pandemie zu sanieren, ist eine Höchstleistung. Wie auch in vielen anderen Bereichen, zeigt die Covid-19-Pandemie „eindrucksvoll“, dass die vielen Mitarbeiter*innen vor Ort systemrelevant sind.“ 

Das neue Südostufer bietet erweiterte Nutzungsmöglichkeiten.
Bild: ©Ralf Steinbock

 

Zum Projektabschluss kommentiert Christian Weber, Geschäftsführer der HC Hagemann GmbH & Co. KG, und zugleich Vertreter der ARGE Binnenhafen Helgoland: „Gerne übergeben wir die fertiggestellte Kaje am Südostufer sowie den neuen Holzbohlensteg auf dem Südwestufer vor den Hummerbuden an die Gemeinde Helgoland. Neben den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie waren natürlich auch die baulichen Herausforderungen zu bewältigen. Bei diesen Bauprojekten sind insbesondere die Nähe zur bestehenden Wohnbebauung, die komplette Abwicklung aller konstruktiven Arbeiten – vorrangig von der Wasserseite aus, die logistischen Besonderheiten und die extremen Witterungseinflüsse beim Bauen auf einer Hochseeinsel zu nennen. In einer sehr partnerschaftlichen und zielorientierten Zusammenarbeit mit den Auftraggebervertretern, der Projektsteuerung, den Planern und der Bauüberwachung konnten die Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden. Wir wünschen Helgoland viel Freude mit dem neuen Binnenhafen und den neu gestalteten angrenzenden Flaniermöglichkeiten.“
 

Über das Projekt 

Die Sanierung des Helgoländer Binnenhafens stellt einen weiteren Meilenstein in den bisherigen 5 Teilprojekten des Gesamtprojektes „Ausbau Helgoländer Häfen“ dar, das 2011 gestartet ist. Neben der Sanierung und Wiederherstellung der Multifunktionalität des Hafens, hat die Gemeinde ein Freiraumkonzept mit vielen neuen Sitzgelegenheiten und Grünflächen entworfen. 

Zur Sanierung des Binnenhafens gehörten eine wasser- und landseitige Kampfmittelräumung, Nassbaggerarbeiten zur Herstellung der nötigen Sohltiefe, die Sanierung und Neugestaltung der Kaje am Südostufer sowie die Ertüchtigung des Südwestufers mit seinem Holzbohlensteg. 

Das Gesamtprojekt wird durch das Land Schleswig-Holstein, mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. 


Weitere Informationen finden Sie unter www.hafenprojekte-helgoland.de 




Spatenstich für die Ruderakademie Ratzeburg 

Stadt Ratzeburg leitet Bauphase ein 

Pressemitteilung der Stadt Ratzeburg vom 05.07.2021

Spatenstich von li. nach re.: Ottfried Feußner, Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Stephan Mayer, Siegfried Kaidel  
Bild: ©Jens Butz 


Das geplante Modernisierungs-, Umbau- und Erweiterungsprojekt an der Ruderakademie Ratzeburg hat eine neue Stufe erreicht: Mit dem Spatenstich am 
5. Juli 2021 hat die Stadt Ratzeburg als Bauherr symbolisch die Bauphase eingeleitet. Vertreter*innen aus Bund, Land, Stadt sowie der Ruderverband und das Projektteam haben an diesem besonderen Event teilgenommen. 

 

Stimmungsvolle Begrüßung 

Prominente Ehrengäst*innen stimmten zur Begrüßung auf den anschließenden Spatenstich ein: Neben der Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Sabine Sütterlin-Waack, dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Stephan Mayer, sowie dem Ratzeburger Stadtpräsidenten, Ottfried Feußner, fand auch der Vorsitzende des Deutschen Ruderverbands, Siegfried Kaidel, motivierende und bestärkende Worte.

 

Dr. Sabine Sütterlin-Waack betonte die gemeinsamen finanziellen Anstrengungen von Stadt, Land und Bund: „Die Akademie in Ratzeburg hat eine enorme Bedeutung für den Hochleistungs-Rudersport in unserem Land. Und sie ist ein tragender Baustein für die Arbeit des Deutschen Ruderverbands. Gemeinsam machen wir die Ruderakademie fit für die Zukunft. Wir sorgen dafür, dass hier weiterhin Hochleistungsstandards erfüllt werden.“

 

Als Vertreter des Bundes ordnete Stephan Mayer das Projekt auf einer übergreifenden Ebene ein: „Ratzeburg ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bund, Land und Stadt und damit ein Leuchtturmprojekt für gute Zusammenarbeit. Für die Ruderakademie Ratzeburg bedeutet dies zukünftig eine besondere Qualitätssteigerung im Rudersport. Die Maßnahme stellt für den Bund die größte geförderte Einzelmaßnahme im Sportbereich mit dem Förderbescheid 2020 dar.“

 

Ottfried Feußner betrachtete das Projekt auch aus historischer und kultureller Sicht: „Die Ruderakademie hat für die Stadt Ratzeburg eine besondere historische Bedeutung. Seit dem Bau 1967 ist das Rudern aus der Stadt nicht mehr wegzudenken. Der Blick auf den See wäre unvollständig ohne die Ruderboote der Akademie. Sie gehören einfach zum Stadtbild.“

 

Siegfried Kaidel stellte die Bedeutung der Modernisierungsarbeiten für den deutschen Rudersport in den Fokus: „Mit der großartigen Unterstützung durch den Bund, das Land Schleswig-Holstein und die Stadt Ratzeburg wird das Verbandszentrum des Deutschen Ruderverbandes – die Ruderakademie Ratzeburg mit ihrem Bundesstützpunkt und dem Sportinternat Ratzeburg – zukunftsfähig modernisiert und erweitert. So können auch weiterhin olympische und paralympische Erfolge in Ratzeburg mit einem hochmodernen Diagnose- und Trainingszentrum vorbereitet werden.“

 




Christoph Tewis von der Projektsteuerung bei der Begrüßung  

Bild: ©Jens Butz
 

Die nächsten Schritte

Ab dem 5. Juli 2021 werden zunächst die Abbrucharbeiten und die Errichtung von Provisorien beginnen. Dazu gehört beispielsweise der Bau einer Stahltreppe, die den Zugang zu den Sporthallen während der Bauzeit sichern soll. Hinter den Kulissen spielt sich aktuell die Vergabe der Bauleistungen ab. Insgesamt sind es 32 Vergaben aus verschiedenen Fachrichtungen, die jetzt sukzessive ausgeschrieben werden. Das Bauende des zeitlich ambitionierten Projektes ist für Ende 2022 avisiert. 

 

Über das Projekt

Die Ruderakademie Ratzeburg nimmt eine herausgehobene Position im Deutschen Ruderverband e. V. ein. Der Standort gilt seit Jahrzehnten als Verbandszentrum und wurde in der Vergangenheit vom Deutschen Olympischen Sportbund als Bundesleistungszentrum eingestuft. Da die aktuellen Kapazitäten der Ruderakademie für die geplante Nutzung nicht mehr ausreichend sind, besteht der dringende Bedarf einer baulichen und strukturellen Anpassung aller Bereiche. In einem umfangreichen Modernisierungs-, Umbau- und Erweiterungsprojekt soll die Ruderakademie jetzt ein neues Gesicht bekommen und an die Standards des modernen Hochleistungssports angeglichen werden.

 

Die Umbau-, Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten betreffen die Bereiche:

 

  • Sportinternat
  • sportmedizinische Diagnostik
  • Verwaltung und Schulung
  • Verpflegung
  • technische Ausrüstung
  • die Bootshallen und Trainingsräume
  • sowie die Außenanlagen.

 

Mit den Modernisierungsarbeiten sollen die Kapazitäten erhöht, adäquate Hochleistungsstandards erfüllt und Trainingsmöglichkeiten optimiert werden. Diese Umgestaltung soll der Weiterentwicklung des Rudersports und der Anhebung der Standards zu Gute kommen.

 

Das Projektteam – bestehend aus der Stadt Ratzeburg (Auftraggeber), dem Deutschen Ruderverband     e. V., der Ruderakademie Ratzeburg, dem Architekturbüro Streich-Grage Architekten sowie der Projektsteuerung Tewis Projektmanagement GmbH – freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. Dabei haben sie das gemeinsame Ziel immer vor Augen: die Ruderakademie zu einem High-Performance-Center aufzuwerten, in dem die Sportler*innen ein Umfeld bekommen, wo sie über sich hinauswachsen können. 

 

Mit der Unterstützung vom Bund (5,05 Mio. Euro) und dem Land Schleswig-Holstein (7,04 Mio. Euro) ist die Finanzierung des Umbaus sichergestellt. Durch den Eigenanteil der Stadt Ratzeburg beläuft sich der Gesamtwert des Projektes auf 12,8 Mio. Euro. 

 

Weitere Informationen unter: www.ratzeburg.de, Rubrik Stadtentwicklung & Bauen. 

Helgoland soll CO2-neutraler Wasserstoff-Hub in der Nordsee und Ausgangspunkt für eine LOHC-Lieferkette werden

AquaVentus Pressemitteilung vom 02.06.2021

Das Aquaportus-Team startet mit starken Partnern in die Planungsphase - und wir sind dabei! 

Im Rahmen der  AquaVentus-Initiative startet auf Helgoland das Teilprojekt AquaPortus. Langfristiges Ziel dabei ist, die Nordseeinsel vollständig zu dekarbonisieren, den maritimen Transport des in der Nordsee erzeugten grünen Wasserstoffs über das Trägeröl LOHC (flüssig organischer Wasserstoffträger) ans Festland sicherzustellen und die Endabnehmer auf dem Festland mit Wasserstoff zu versorgen. Dafür haben heute die Gemeinde Helgoland, HanseWerk AG, Versorgungsbetriebe Helgoland GmbH, E.ON, Hamburger Hafen und Logistik AG, Hydrogenious LOHC Technologies und Tewis Projektmanagement GmbH eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit im Projekt AquaPortus unterzeichnet. 

AquaPortus widmet sich dem stufenweisen Ausbau der Hafenanlagen im Vorhafen der Insel Helgoland zum zentralen Wasserstoff-Hub in der Nordsee und dem Weitertransport zu Wasserstoffverbrauchern insbesondere in Hamburg. Dies beinhaltet auch den Aufbau einer LOHC-Infrastruktur, um die durch das Projekt AquaPrimus erzeugten Wasserstoffmengen temporär einspeichern und weiter transportieren zu können. Zugleich erfolgt damit die Umstellung der Insel-Wärmeversorgung von Heizöl auf CO2-neutrale LOHC-Abwärme. 
 

Die geografisch günstig gelegene Insel soll als Knotenpunkt für ein europaweites und transnationales H2-Pipeline-Netzwerk dienen. Dazu werden auch erste wasserstoffbetriebene Dünenfähren und Serviceschiffe für die bestehenden Offshore-Windparks vor Helgoland eingesetzt. Das produzierte LOHC wird zur weiteren Verwendung über den Hamburger Hafen an Nutzer in der Region der Deutschen Nordseeküste verschifft. 



Um die LOHC-Lieferkette vollständig zu machen, soll eine Dehydrieranlage zur Rückgewinnung des Wasserstoffs inklusive Tankspeicher an einem geeigneten Standort im Hamburger Hafen entstehen. Von dort werden verschiedene Abnehmer der lokalen Industrie sowie Mobilitätsanwendungen mit dem aus dem LOHC gewonnenen Grünen Wasserstoff versorgt. 


Langfristig soll die Logistikkette weiterentwickelt werden. Über das Schienennetz soll das wasserstoffbeladene Trägeröl an weitere Standorte in Deutschland und Osteuropa wirtschaftlich sinnvoll verteilt werden, wo der Wasserstoff lokal wieder freigesetzt werden kann. Neben dem Hamburger Hafen wird die Verteilung des LOHC an Industriekunden oder Mobilitätsabnehmer angestrebt, die direkt mit LOHC beliefert werden und dieses vor Ort in Wasserstoff umwandeln können.

 

Hydrogenious LOHC Technologies bringt seine „Liquid Organic Hydrogen Carrier“-Lösungen (LOHC) zugunsten einer sicheren grünen Insel-Energieversorgung sowie vielfältiger Anwendungsgebiete zum Einsatz. Die Hamburger Hafen und Logistik AG und E.ON planen die Verteilung und Nutzung des LOHC am Festland. Die Gemeinde Helgoland und die Versorgungsbetriebe Helgoland GmbH planen in Zusammenarbeit mit der HanseWerk AG die lokalen Anwendungen auf Helgoland und den damit einhergehenden Umbau der Wärmeinfrastruktur auf der Insel. Die Leitung und Koordination des Projektes erfolgt über das Büro der Tewis Projektmanagement GmbH. 

Bilderquellen: AquaVentus Förderverein